| Frage Nr. 10 - Fachhochschulneugründung |
● Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. Heinrich Heine, (1797 - 1856) |
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| Frage Nr. 10 - Fachhochschulneugründung |
Wie stehen Sie zur Neugründung der drei Fachhochschulen in NRW? War dies sinnvoll oder hätte man Kapazitäten an anderen Hochschulen ausbauen sollen?
Hier die Antworten der Parteien:CDU Durch den Ausbau der Fachhochschullandschaft mit vier neuen und der Erweiterung von acht bestehenden Fachhochschulen setzte die Landesregierung ein Zeichen für Praxisnähe und erhöht durch die dualen Studiengänge vor allem in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Fächern die Attraktivität des Studiums auch für Jugendliche aus Nichtakademiker-Familien.
SPD Wir begrusen naturlich die Schaffung zusatzlicher Studienplatze in NRW, ganz besonders auch an Fachhochschulen. Das gilt besonders mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang und den schleppenden Studienplatzausbau im Rahmen des Hochschulpaktes. Auf Grund der demografischen Entwicklung ware der Ausbau bestehender Standorte sicherlich sinnvoller, schneller und kostengunstiger gewesen. Trotzdem erkennen wir aber auch an, dass neue Standorte unter strukturpolitischen Gesichtspunkten naturlich zusatzliche Wirkungen fur die Regionen entfalten konnen.
GRÜNE Wir GRÜNE haben in der ablaufenden Legislaturperiode immer wieder die Schaffung zusätzlicher gut ausgestatteter Studienplätze eingefordert - nicht nur, aber auch mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang. Gerade vor diesem Hintergrund ist jedoch festzustellen, dass das so genannte "Fachhochschulprogramm" von Minister Pinkwart insgesamt weder strukturell noch finanziel lgeeignet ist ,den steigenden Bedarf an Studienplätzen in NRW zu erfüllen. Vielmehr wäre es in der Tat sinnvoller gewesen, Kapazitäten an anderen Hochschulen, ggf. auch mit der Gründung neuer Standorte, auszubauen. Leider ist jedoch festzustellen, dass die fachlichen Argumente für die Landesregierung letztlich weniger Gewicht hatten als das Bemühen, möglichst viele lokalpolitische Interessen vor Ort zu befriedigen.
FDP Der Ausbau der nordrhein-westfälischen Fachhochschullandschaft mit seinen drei Neugründungen Hamm-Lippstadt mit den Standorten in Hamm und Lippstadt, Rhein Waal mit den Standorten in Kleve und Kamp-Lintfort und Ruhr West mit den Standorten in Mülheim und Bottrop sowie an den acht weiteren Ausbaustandorten leistet nach Ansicht der Liberalen einen wichtigen Beitrag zur Schaffung neuer Studienplätze. Der Ausbau ist zugleich auf die Stärkung der MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ausgerichtet, denn Absolventen dieser Fächer werden in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt sein. Mit dem Ausbau der Fachhochschullandschaft wollen wir daher auch eine strukturelle Fachkräftelücke in diesem Bereich vermeiden. Gleiches gilt mit Blick auf den Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften im Gesundheitswesen für die neue Fachhochschule für Gesundheitsberufe auf dem Gesundheitscampus in Bochum. Die FDP will sicherstellen, dass die neuen Fachhochschulen bei der Aufnahme ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit die notwendige Unterstützung durch die Landesregierung erhalten. Insgesamt wollen wir bis 2020 für den Fachhochschulausbau 1,3 Milliarden Euro investieren und 11.000 neue Studienplätze schaffen. Ziel der Liberalen ist es, im Interesse der Praxisnähe den Anteil der Fachhochschulen an der Hochschulausbildung von derzeit 25 Prozent auf 40 Prozent zu erhöhen. Davon erhoffen wir uns auch, dass sich mehr junge Menschen aus Elternhäusern ohne akademische Tradition für die Aufnahme eines Studiums entscheiden.
DIE LINKE DIE LINKE.NRW befürwortet die Gründung von neuen Leuchtturmprojekten nicht, denn die Ausstattung der bereits vorhandenen Hochschulen muss verbessert werden. Wir lehnen den künstlich erzeugten Wettbewerb unter den Hochschulen ab, da er immer Gewinner und Verlierer hervorbringt. DIE LINKE.NRW steht für eine gut finanzierte und gut ausgestattete Hochschullandschaft NRW.
FAMILIE Neugründung von Fachhochschulen hat oftmals Prestigegründe. Man kann damit in die Presse und sich im Erfolg sonnen. Darüber wird dann schnell vergessen, dass die eigentlichen Hausaufgaben der Politik (mal wieder) nicht angemessen erfüllt wurden. Daher halten wir es für sinnvoll, vorhandene Kapazitäten ordentlich zu organisieren und ggfs. Auszuweiten.
PIRATEN Zu diesem Thema gibt es innerhalb der Piratenpartei noch Diskussionen und keine Parteimeinung. Wir freuen uns über jeden Interessierten der zu diesem Thema mit uns in den Diskurs eintritt.
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